| "Hey, gotta love a man in uniform." "Yeah? Well I love a girl in gray." - Chiana, John Crichton (Nerve) |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| zurück zur Übersicht | Bericht Teil 1 | : | Bericht Teil 2 | Bilder Seite 1 : Bilder Seite 2 : Bilder Seite 3 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| OFFICIAL FARSCAPE CONVENTION BURBANK Nov. 2003 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| von RueScap | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 3. Der „Sonntagsfrühstück“ Tag Gemessen an den letzten beiden Tagen ist es reichlich früh, als ich das Hotel verlasse. Mein Magen ist noch extrem leer, obwohl das nicht unbedingt so schlimm ist, da ich heute auf den Butterersatz verzichten kann. Ich hab nur eine Tasse Tee getrunken, im Beisein meiner Schwester, die sich heute abseilt und eine Abenteuerfahrt zum L.A. Zoo unternehmen will. Da ihr Bus erst am späteren Vormittag fährt, bleibt sie vorerst im Hotelzimmer zurück. Aber ich stiefele los. Mit dem üblichen Gepäck und einer Karte für das Charity Breakfast. Ich habe keine Ahnung, was mich da erwarten wird und wie diese Veranstaltung vonstatten gehen soll. Begleitend zum Frühstück soll es eine stumme Auktion zugunsten krebskranker Studenten geben. Stumm bedeutet, daß die zu versteigernden Stücke auf einem Tisch an der Wand ausliegen, und jeder hingehen kann, sie sich ansieht, und bei Bedarf sein Gebot und Namen auf einen Zettel daneben schreibt. Nun gut, der Weg ist schnell hinter mich gebracht. Vor dem Convention Center stehen schon einige Fans, die Tür ist jedoch noch geschlossen. Ich reihe mich in die recht kurze Schlange ein und harre der Dinge, die da kommen sollen. Es dauert zum Glück nicht lange und Verstärkung taucht aus der Richtung des Hilton auf. Catluckey hat mich schon entdeckt und wir begrüßen uns erstmal freudestrahlend. Ein kurzes Vorstellen und ich sehe, ich bin in der besten Gesellschaft. Virgo, ajshipper, ScaperRed und PK Girl. Aha, das ist also das Gesicht, das zu dem Pick-up gehört, den wir am Freitag entdeckt hatten. Virgo erzählt mir nebenbei, sie würde meine posts auf Kansas mögen. Wow, hätte ja gar nicht gedacht, daß bei dem bißchen, was ich ab und zu mal poste, sich jemand überhaupt an meinen Namen erinnert. Außerdem kriege ich zu hören, daß Catluckey schon eine Menge über mich erzählt haben soll. Oh je, oh je . . . bin’s nicht unbedingt gewohnt, so im Mittelpunkt zu sein. Es folgt normales Geplänkel über dies und das, während wir warten. Bis jemand fragt, ob denn jeder die Nachrichten auf CNN gesehen hätte. CNN? Was, wie, wo? Es stellt sich heraus, daß Catluckey und andere mitten in der Nacht wach gelegen und im Fernsehen herumgezappt hatten, auf CNN gelandet waren, wo dann gerade in diesem Moment eine Nachrichtenzeile bezüglich Farscape über den Bildschirm lief. Die Zeile sagte so was wie: „Farscape wird in Form einer Miniserie wieder aufgepickt.“ Aber wieso sagt man uns dann nichts? Diese Spannung ist ja unerträglich. Es wird weitergeplänkelt, und ich picke zufällig einige Satzfetzen der Gruppe auf, die vor uns steht. Es scheinen die CA Scapers zu sein, denn ich erkenne BritAngie. Offensichtlich wird sie gerade ausgequetscht, wie es denn hinter der Bühne beim privaten Gespräch mit Ben und den anderen beiden Glücklichen gewesen sei. BritAngie scheint noch immer von diesem Ereignis zu glühen und ihre Freundinnen erklären, daß sie sich überhaupt nicht mehr an das Gesagte erinnert, sondern nur an die Umarmungen und Küße auf die Wange. Aha. Die etwas stärkere Version des Ben-Effektes. Schließlich geht die Tür auf und wir werden hereingelassen. Ticket vorzeigen, Stempel auf die Hand kriegen und Frühstückssaal betreten. Ich halte mich eng an die anderen, denn es sind eine Menge Scaper da, und ich will ja niemanden aus den Augen verlieren. Es erfolgt die Auswahl des Tisches, nach dem üblichen Schema, so wie man es von zahlreichen Restaurants her kennt. Nehmen wir den hier? Ja? Oder doch lieber . . .? Nee, ich glaub, der vorhin war doch besser . . .? Letztendlich sitzen wir doch. Ich lasse mich links von Catluckey nieder, während auf meiner anderen Seite PK Girl ist. Unser Tisch steht strategisch günstig, nah am Buffet und weder direkt am Ausgang, noch an der Küche. Während sich der Saal füllt und die letzten Plätze in Beschlag genommen werden, kreisen die Blicke umher. Ist denn schon jemand von den Gästen da? Hm, sieht nicht so aus. Mir werden diverse Bücher gereicht, von Scapern, die nicht persönlich kommen konnten und wenigstens in spirit an der Convention teilnehmen. Ich kritzele überall etwas hinein und richte Grüße von Germany aus. Dann bekommen wir Zuwachs am Tisch. Ich denke, er ist im allgemeinen für zehn Leute ausgelegt, allerdings sind wir nachher elf. Da sind jetzt außer uns sechs noch zwei Mädels, deren Namen ich nicht kenne und die höchstwahrscheinlich auch nicht auf Kansas bekannt sind. Außerdem kriegen wir männlichen Zuwachs, Scott und Glen, die soviel ich weiß für eine kleinere Fluggesellschaft arbeiten und diverse Werbeartikel von StarBurst Auctions mithaben. Postkarten, die mitunter an uns verteilt werden (ich kriege eine mit Aeryn drauf), trading cards und Nachbildungen der Charaktere mit Wackelkopf. Die beiden Männer haben zwar schon was von Kansas gehört, lurken da auch öfter herum, sind aber keine Mitglieder. Sie kriegen eine gehörige Portion Respekt eingetrichtert, vor allem von Catluckey, die pausenlos beim Erzählen mit ihrem Frühstücksmesser herumfuchtelt. Das führt soweit, daß sich Glen lauthals überlegt, ob er denn eventuell doch lieber einen anderen Tisch hätte nehmen sollen. Aber zu spät ist zu spät. Die letzte, die zu uns stößt, ist Kazbaby. Nun, da wir alle sitzen und warten, kann ich mich auch mal umsehen. Ein recht großer Saal, ich denke, es müssen etwas über hundert Fans da sein. An unserem Tisch passieren einige vorbei, von denen ich zumindest o2diefor erkenne. Dann endlich wird ans Buffet gerufen. Ich sollte eigentlich hungrig sein, bin es aber vermutlich aufgrund der Aufregung nicht. Wir lassen den ersten Ansturm vergehen und erheben uns dann. Es gibt knusprigen Frühstücksspeck, Rührei, südkalifornische Kartoffeln, die warm in der Pfanne zubereitet wurden, Schinken und eine Menge verschiedenster exotischer Früchte. Melone, Ananas und so weiter. Nicht weit davon stehen Sektgläser mit Orangensaft und am Tisch gibt es von Kellnern im Frack Kaffee und Wasser eingeschenkt. Während wir so essen, sehe ich Ricky Manning mit Frau Cheryl hereinschneien und sich ebenfalls am Buffet bedienen. Cool, die beiden standen gar nicht mit auf dem Programm. Dann erfolgt eine Ansprache der Organisatorin, die kurz den Ablauf der Auktion erklärt und etwas zum Projekt erzählt. Sie bittet die Fans, die jemanden kennen, der an Krebs leidet oder sogar daran gestorben ist, sich zu melden. Da sind nicht unbedingt wenig Arme in der Luft. Uns wird Dank gesagt, daß wir so zahlreich erschienen sind. Nicht nur bei dieser Auktion, sondern auf der ganzen Convention. Es sei erstaunlich, wie viele Scaper von überall rund um den Globus gekommen seien, um zusammen dieses Ereignis zu begehen. Nicht nur Amerikaner, sondern trotz der Entfernung auch eine Menge Australier und Briten. Diese werden kurz gebeten, aufzustehen. Gerade, als die Organisatorin mit ihrer Ansprache fortfahren will, erhebt sich Catluckey neben mir und schreit in den Raum „Germany!“ Dabei deutet sie heftigst auf mich. Kurze Zeit später machen es ihr einige an unserem Tisch nach. Oh mein Gott. Wär ich jetzt doch lieber anonym? Natürlich erregt dieser Ausruf die Aufmerksamkeit der Sprecherin und es kommt zurück: „Germany?“ Sie schaut vom anderen Ende des Saals zu uns herüber, während Catluckey bekräftigend ein weiteres „Germany!“ in die Runde wirft und nickt. „Would you please stand up?“ kommt es von der anderen Seite. Naja, hilft ja nichts. Zumal Catluckey mich nahezu an meinen Sachen hochzieht. Ich erhebe mich und lächle in die Runde, als ein Großteil unserer Tischbesatzung begeistert zu klatschen und zu johlen anfängt. „Germany, yeah!“ Jesus, diese Leute sind verrückt! Am Ende der Rede steht schließlich noch eine letzte Ankündigung, und zwar, daß heute jemand Geburtstag hat. Und das ist Gigi. Auch ihr wird gedankt, daß sie diesen Tag mit den Fans verbringen will. Es wird einen Kuchen für sie geben. Gigi ist anwesend und springt klatschend auf und ab, deutet mit ihren Fingern die Zahl an, die sie nun erreicht hat. Leider ist eine Pflanze zwischen mir und ihr, so daß ich es nicht erkennen kann. Dann singt der ganze Saal zweimal „Happy Birthday, dear Gigi . . .“, während der Kuchen mitsamt Kerzen hereingetragen wird. Unsere Gigi kriegt sich gar nicht mehr ein und hopst unentwegt freudestrahlend umher. Was für eine Energie! Mittlerweile haben sich die Teller geleert und ich entscheide mich, es bei der einen Tasse Kaffee zu belassen. Blutdruck und Puls müssen heute ganz sicher nicht noch mehr angekurbelt werden. Und endlich geht es los. Die erste, die wir sehen, ist Raelee. Sie steht am Tisch neben unserem und hält gerade ein süßes Baby im Arm. Frau Mama sitzt daneben und freut sich königlich, daß ihr Nachkömmling in solch prominenten Armen ist. Raelee ist offensichtlich auch hellauf begeistert und scheint sich gar nicht mehr von dem Kleinen trennen zu wollen. Schließlich muß sie es doch wieder hergeben, und da alle Kleinkinder irgendwie doch ein paar ‚Rückstände’ hinterlassen, wird ein Tüchlein ausfindig gemacht, um Raelee’s Schulter zu säubern. Dann bewundert ein weiterer Fan ihre Schuhe, zumindest denke ich das, denn sie werden fotografiert. Ja, wirklich. Die Schuhe werden abgelichtet. Auch ansonsten ist Raelee einfach wunderhübsch anzuschauen. Ein herrliches Lächeln, und das hellgrüne, leichte, bespitzte Kleid ist der Hit. Wenige Sekunden später können wir sie noch mehr aus der Nähe betrachten, denn sie wechselt zu unserem Tisch über. Ein allgemeines Hallo folgt. Was mir auffällt, ist, daß einige der rötlichen Flecken, die für Sikozu so typisch sind, nicht der Maske entstammen, sondern wohl allgemeiner Bestandteil von Raelee’s Erscheinungsbild sind. Worte kommen aus ihrem Mund, aber sie fließen irgendwie an mir vorbei, da ich so fasziniert bin. Wahrscheinlich auch, weil sie heute der erste Gast ist, der in greifbarer Nähe ist. Sowieso wird Raelee’s Aufmerksamkeit bald von Scott und Glen in Anspruch genommen, als diese ihre Wackelfiguren präsentieren. Raelee schnappt sich Scorpius und posiert mit ihm, was nur bewirkt, daß alle ihre schon bereit liegenden Kameras ergreifen und Schnappschüsse machen. Dann rennt die Zeit schon wieder davon und damit auch Raelee, denn die Fangemeinde am nächsten Tisch will ja auch was von ihr haben. Wir warten auf die oder den nächsten. Ich lasse meine Blicke wieder kreisen, es ist nicht gerade einfach zwischen all diesen Gesichtern jemanden der Gäste ausfindig zu machen. Zwei Tische weiter, in Richtung zum Ausgang, direkt in meiner Blickrichtung, entdecke ich endlich jemanden, der auf Anhieb inmitten der Fans heraussticht. Sei es nun aufgrund seiner Größe oder einfach, weil er von einem Haufen Leute umringt wird. Es ist Ben. Juchhu, da ist er! Begeistert von meiner Entdeckung wende ich mich Catluckey zu, um sie an meiner überschwenglichen Freude teilhaben zu lassen. Ich sage so was wie „Schau mal, da ist Ben.“ Catluckey sieht mich überhaupt nicht an, sie hat noch nicht mal richtig zugehört. Gerade als sich meine Stirn deswegen zu Verwunderungsfalten deformiert, passiert es. Mit einem Schrei springt meine Nachbarin von ihrem Sitz hoch und stürmt an mir vorbei. Nein, eigentlich ist es kein richtiger Schrei. Vielmehr ein Kreischen. Ich zucke zusammen und drehe mich total bedattert um, sehe dann aber den Grund für die momentane Hysterie. Hinter mir ist Francesca aufgetaucht und sie wirkt nicht weniger perplex, als sie von einer überglücklichen und noch immer kreischenden Catluckey umschwenglich umarmt wird. Schließlich erholt sie sich von dem Schreck und gibt die Umarmung zurück. Diese Geste sieht so familiär aus, daß ich mich tatsächlich frage, ob Catluckey und Fran entfernte Verwandte oder zumindest Busenfreunde aus der Jugend sein müssen, oder ob sie in den letzten zwei Tagen zu Blutsschwestern avanciert sind. Ich erwarte eigentlich jeden Augenblick, daß sie anfangen herumzuhopsen und sich Küßchen auf die Wangen zu geben. Nachdem sich beide von ihrem jeweiligen Schreck erholt haben, kommt Fran an unseren Tisch heran und grüßt uns, wird dann jedoch sofort wieder von Catluckey belagert. (Man könnte fast meinen, sie ist wohl ein Fran Fan, oder?) Die Zeichenmappe wird hervorgeholt, denn Fran soll wenigstens mal einen kurzen Blick auf die Kunstwerke werfen. Sobald die ersten Bilder auftauchen, vorzugsweise eine Bleistiftzeichnung von Talyn-John im Ledermantel, vernehmen meine Ohren ein erneutes Aufkreischen. Diesmal ist es Francesca, die plötzlich die Mappe nimmt, sie sich unter den Arm klemmt und kurz mal erklärt, das müsse ihr Ehemann sehen . . . und dann samt einer wild argumentierenden Catluckey im Schlepptau zwei Tische weiter auf Ben zurennt. Das ist solch ein Bild für die Götter, daß ich unbedingt hinterher stürzen muß, um dies zu dokumentieren. Ben kann gar nicht anders, als das Gespräch mit seinen Fans zu unterbrechen und schenkt seine Aufmerksamkeit der Mappe, die von Fran präsentierend geöffnet und Blatt für Blatt umgeschlagen wird. Catluckey steht einerseits händeringend und andererseits glückselig dahinter. Schließlich legt sich zumindest dieser Taumel und alle kehren an ihre Plätze beziehungsweise zu ihren Gesprächspartnern zurück. Da die Zeit etwas fortgeschritten ist, bleibt Francesca nicht mehr viel für uns, aber sie wechselt noch einige Worte mit unserem Tisch und posiert für Fotos. Ich schaffe es letztendlich auch noch, bevor sie geht, um ein gemeinsames Foto zu bitten und bedanke mich bei ihr, worauf sie mit dem Kopf schüttelt und erwidert: „Thank you for coming.“ Nun gut, meine Augen schweifen nach diesem Erlebnis kurz zurück zum bereits erwähnten Ort zwei Tische weiter, aber da ich nur Fans sehe, drehe ich mich mit dem Rücken dazu und beobachte weiterhin Francesca, die den Nachbartisch mit ihrer Anwesenheit erleuchtet. Momentan wird gerade fotografiert was das Zeug hält und ein Fan posiert mit Fran an der Wand. Das Witzige daran ist, daß der Fan ungefähr doppelt so groß zu sein scheint wie sie, was natürlich die Erheiterung sämtlicher umstehenden Leute auslöst, Francesca selbst inklusive. Ich bin davon total eingenommen, ebenso unsere ganze Tischgemeinde. Noch während ich lache, verspüre ich eine Berührung an meiner linken Schulter, so wie ein sachtes Vorbeistreifen von Fingerspitzen. Ich registriere es zwar, denke mir aber nichts dabei. Ich registriere auch, daß jemand langsam an meiner rechten Seite vorbeispaziert, sich ganz zwanglos zwischen mir und einem anderen Fan, der etwas weiter rechts steht, entlangmanövriert, mit diesem Fan ebenfalls einen subtilen Berührungskontakt herstellt und dabei aber die Augen nicht von den erheiternden Ereignissen am Nachbartisch läßt. Ich fokussiere schließlich meinen Blick neu. Er fällt auf eine Hand mit einer Kaffeetasse darin, noch halb voll gefüllt. Die andere Hälfte des dunklen Tropfens scheint mehr ein Opfer des Hin- und Hertragens als getrunken worden zu sein. Meine Augen schweifen höher und sehen ein blaues CA Scaper Shirt. Weiterhin dunkle Haare und ein mir sehr bekanntes Gesicht. Ich realisiere, daß Ben neben mir steht. Was mich einfach fasziniert, ist die Art und Weise, wie er seine Persönlichkeit einsetzt. Ich habe selten jemanden gesehen, der so ungezwungen an ihm unbekannten Menschen vorbeigeht, einerseits mit flüchtigen und trotzdem nachhaltigen Berührungen eine Art Kontakt herstellt und doch außerhalb des privaten Bereiches bleibt. Und dabei muß er jemanden noch nicht mal ansehen. Man hat irgendwie das Gefühl, miteinbezogen zu werden, in was auch immer. Und man spürt, daß da ein ganz normaler Mensch vor einem oder neben einem steht. Wie jemand so treffend auf Kansas sagte: He’s just a regular guy that happens to be an actor. Das soll aber jetzt nicht bedeuten, daß ich nicht aufgeregt bin. Egal, wie normal dieser Mann dort einige Zentimeter von mir entfernt auch ist, irgendein gut verborgener Teil meines Gehirns sagt mir, daß er derjenige ist, der John Chrichton zum Leben erweckt hat. Und dieser Umstand geht nicht einfach so an mir vorbei. Das Fotoshooting am Nachbartisch ist vorbei und Ben wendet sich uns zu. Gemächlich läßt er sich auf einem Stuhl nieder und stellt die Kaffeetasse ab. Dieser Stuhl gehörte übrigens Catluckey, die abseits steht und ich-weiß-nicht-mehr-was macht. Soll heißen, daß von all den zehn anderen Sitzplätzen an unserem Tisch Ben ausgerechnet den rechts neben mir wählt. Genau wie gestern kommt er mir wesentlich größer vor, als ich ihn in meiner Vorstellung hatte. Und er ist definitiv müde heute. Kein Wunder, wenn er nicht dazu kommt, seinen Kaffee zu trinken. Ich habe auf einem Wallpaper mal das folgende Zitat über Ben gelesen, von einer Jayne Dearsley, in der Ausgabe eines Science-Fiction Magazins (SFX No87): „He’s a man with a supremely dirty mind; all the mischievous cheek of a naughty schoolboy and more warmth than a dozen woolly jumpers . . .“ (übersetzt euch das selbst, es klingt auf Englisch einfach zu gut, um es mit Deutsch zu verschandeln) Ich denke mal, den letzten Teil von Ben haben wir auf jeden Fall gestern kennengelernt, vor allem während der PhotoOpts. Außerdem stimme ich einigen Aussagen von Fans zu, die schon seit geraumer Zeit behauptet hatten, daß Ben in Wirklichkeit ziemlich schüchtern wäre, es aber sehr gut verstecken könnte. Ich fand das immer irgendwie abwegig, aber das hängt wohl stark von der Definition von ‚schüchtern’ ab. Er drängt sich nicht in den Vordergrund. Und der Beginn seines gestrigen Panels, beziehungsweise die Zeit, während Claudia noch auf der Bühne war, hat in mir stark das Gefühl hinterlassen, daß an dem ‚Gerücht’ was Wahres dran sein könnte. Wie auch immer, zurück zum Frühstück. Ein wenig zeichnet sich heute mehr der erste Teil des Zitats ab. Stark unterschwellig im Moment, aber es ist definitiv da. Ben sitzt also neben mir. Normalerweise werde ich in einer solchen Situation übersehen. Wahrscheinlich liegt es daran, daß ich extrem ruhig bin, vielleicht ist es auch die Haarfarbe oder sonstwas. Im Allgemeinen schaut man ja auch in die Runde und nicht auf seinen unmittelbaren Nachbarn. Ich erwarte also nichts und erfreue mich der Gesellschaft. Da wendet sich Ben mir zu, als ob ich die einzige andere Person am Tisch wäre, sieht mich an und fragt lächelnd, in feinstem Amerikanisch: „Hey, how’re you doing?“ Da er mich direkt ansieht, habe ich schon das Gefühl, er erwarte irgendeine Art von Antwort oder zumindest eine Reaktion. Ich brauche einige Sekunden mehr als üblich, um alles zu verarbeiten. Oh God, is he really talking to ME? Soviel also zu dem ‚Er ist ein ganz normaler Typ!’ Gerede. Ich denke nicht wirklich nach und die Worte verlassen meinen Mund eher eigenständig. „I’m fine, thanks.“ An sich ein ganz gesunder Satz. Nur das Gesicht, das ich mache, und etwas in meiner Stimme vermitteln meinen aktuellen Gemütszustand. Ben schneidet eine Miene dazu, als ob er diesen Satz in der Art und Weise schon von etwa hundert grinsenden Mädels an diesem Morgen gehört hätte. Ich kann’s ihm nicht verdenken. Ab hier fällt mir wieder ein, daß da noch andere am Tisch sind. Keine Ahnung, was der Rest in der Zwischenzeit gemacht hat, wo Catluckey steht und ob noch jemand was gesagt hat. Virgo und ScaperRed haben ihre Kameras in der Hand und schießen Fotos. Erst die eine, dann die andere. Ich erinnere mich, einen eigenen Apparat mitzuhaben und schiebe ihn Virgo zu. Weitere Fotoblitze folgen. Armer Ben. Das muß er wahrscheinlich schon den ganzen Morgen über sich ergehen lassen. Er kratzt sich verlegen am Kopf und ich sehe ihn kurz von der Seite an, er wirkt tatsächlich müde, läßt aber geduldig alles über sich ergehen. Ich denke mal, weil er heute anschließend gleich nach Texas fliegen wird und noch zahlreiche Reisevorbereitungen hat treffen müssen, ist Schlafmangel durchaus nachvollziehbar. Ob Ben an dieser Stelle noch was sagt, geht an mir vorbei, weil mein Gehirn zur Zeit nicht wirklich einwandfrei arbeitet. Das nächste, was ich weiß ist, daß er schließlich aufsteht, uns ein Auf Wiedersehen winkt und zum nächsten Tisch weiterrückt. Kurz danach haben wir auch schon den nächsten Gast da. Gigi kommt vorbei gehüpft. Das erste, was sie sagt ist: „Any pics? Pictures?“ Sofort stehen einige vom Tisch auf, um Fotos zu machen. Gigi ist die reinste Lebensfreude, ich weiß nicht, wo sie das alles immer her nimmt. Sie plappert munter daher. Allerdings weiß ich nicht, was sie sagt, weil ich mich darauf konzentriere, sie zu fragen, ob ich auch ein Foto haben kann. Ich rede nicht gern dazwischen, deshalb warte ich ab, bis alle anderen fertig sind und Gigi nicht mehr belagert wird. Ich warte fast zu lange, denn schließlich will sie schon fast zum nächsten Tisch weiter. Ich stürze hinterher. „Gigi?“ Sie kommt zurück und ich reiche meine Kamera an den erstbesten weiter. Jedes Mal dann dieselbe Frage, die übliche Frage, wenn man einen fremden Fotoapparat in die Hand gedrückt bekommt. „Wo muß ich draufdrücken? Alles eingestellt?“ Und wie jedes Mal kommt dieselbe Antwort. „Nur auf diesen Knopf da . . . ja, genau diesen.“ Bevor alle in Position sind, scheint Gigi auf den Gedanken zu kommen, dem ganzen mehr Würze zu geben. Sie entdeckt, das da was auf meinem T-Shirt steht. Eigentlich auch beachtenswert, denn bisher hatte keiner was dazu zu sagen, und ich war schon etwas aus dem Häuschen gewesen, als mir das Shirt vor einigen Wochen in einem Geschäft über den Weg gelaufen war. Jedenfalls greift Gigi nach einem Zipfel und fragt: „What does it say, what does it say? Oh, it’s Who’s your daddy?“ Aus den Augenwinkeln bemerke ich, daß sie irgendeine Geste für die Kamera macht. Cool! Lächeln muß ich gar nicht mehr, das ist automatisch da. Insgeheim kann ich aber nur eines denken. Hoffentlich werden die Fotos alle was! Stoßgebet zum Himmel. Die letzten, die bei uns vorbeikommen, sind Ricky und Cheryl Manning. Ich hatte zwar nicht die Gelegenheit, mit Cheryl zu reden, aber es stimmt, was die Fans sagen. Sie ist eine wunderbare Frau und kann ihrem Mann garantiert das Wasser reichen. Es ist sowieso erstaunlich, daß wir bei Farscape auch Kontakt mit den Leuten hinter der Kamera haben, aber daß Ehefrauen und andere ebenfalls in unseren Bewunderungskreis aufgenommen werden, ist doch was Einzigartiges. Ricky wird gebeten, mit den zahlreichen Büchern der virtuellen Congänger zu posieren, was er gern macht. Er schreibt sogar Widmungen hinein. Dann ist da Catluckey plötzlich wieder (frag mich einer, wo sie inzwischen war) und schnappt sich Ricky, um ihm auch ihre Zeichnungen zu zeigen. Er blättert alles durch und ist wirklich beeindruckt. Catluckey nimmt das alles ziemlich mit, aber im positiven Sinne. Vielleicht ist es deshalb, daß sie plötzlich anfängt, irgend etwas vor sich hin zu brabbeln. Umso mehr, als Ricky seinen Stift zückt und anfängt, auf eines der Bilder einen Kommentar zu schreiben. Das Brabbeln nimmt tonmäßig zu und es scheinen nur noch verwirrte Sätze zu entstehen, so daß an einem Punkt Ricky den Kopf hebt und sie verwundert ansieht, so als ob er sich gerade überlege, ob er lieber rechtzeitig die Kurve kratzen sollte. Er hat vermutlich denselben Gesichtsausdruck wie vor einer Weile Glen, der in dieser Weise auf Catluckey’s Messerschwenkerei reagiert hatte. Ricky wendet sich mir zu und unsere verwunderten Blicke treffen sich. Schließlich mache ich eine andeutende Kopfbewegung in Richtung Catluckey und sage „She’s crazy!“ Was ja auch irgendwie stimmt. Ricky’s Augen sind sich da mit mir einig und er entscheidet sich dafür, daß es ungefährlich ist weiterzuschreiben. Schließlich zieht er ein Stück den Tisch entlang und posiert für weitere Fotos mit den besagten Wackelfiguren. Hier sehen wir alle, was für ein Scherzbold unser Froon doch ist, denn er wackelt mit seinem eigenen Kopf mit und schneidet Grimassen dazu. Nun, das waren sie. Eine Weile ist natürlich noch Unruhe, zumal ab und zu einige der Gäste noch im Raum herumstreifen, Fans umarmen und sich unterhalten, oder einfach endlich ihre verdiente Tasse Kaffee trinken. Catluckey sitzt neben mir und starrt ihre Mappe an, erklärt mir dann, daß sie momentan nicht fähig ist nachzuschauen, was Ricky da eigentlich hineingeschrieben hat. Tja, ich weiß was drin steht, sie braucht sich keine Sorgen zu machen. Soviel ist sicher. So allmählich löst sich dann die Frühstücksgesellschaft auf und wir strömen aus dem Raum, vermischen uns mit den anderen Fans, die jetzt erst kommen, und erzählen die ersten Geschichten. Auf meinem Weg ins Auditorium sehe ich KernilCrash mal von nahem, außerdem wohne ich einer kurzen Unterhaltung mit Catluckey und Nanse bei. Ist schon komisch, was man so für Vorstellungen von Leuten hat, wenn man ihre posts auf Kansas liest und sie nicht persönlich kennt. Bei Nanse und dem dazugehörigen Avatar war ich immer von einem Mann ausgegangen, keine Ahnung wieso. Aber Nanse stellt sich als junge Frau heraus, höchstwahrscheinlich etwa in meinem Alter. Wir stellen uns gegenseitig vor und sie erkennt sogar mein handle. Dann drängt schon wieder die Zeit. Sprichwörtlich. Obwohl er gestern schon auf der Bühne gewesen war, hat sich Ben bereit erklärt, heute nochmals für uns da zu sein. Und das, obwohl er noch nicht mal mehr eine Stunde hat, bevor er zum Flughafen muß, um nach Texas zu fliegen, wo er für etwa vier Wochen einen Film namens „The Killer Within“ drehen wird. Diesmal setze ich mich auf den mir zugewiesenen Platz. Da sind einige freie Plätze um mich herum, so daß ich meinen Schreibkram ablegen kann. Die Sicht ist ganz gut, aber man merkt schon, daß man weiter hinten sitzt. Und es geht los. Ben kommt auf die Bühne und legt sein CA Scaper Shirt ab. Sein Kommentar dazu: „I love that as much as Gigi does.“ Ein Blick in die Runde und er schüttelt mit dem Kopf. Es wäre ihm ein Mysterium, sagt er schließlich, warum er dort oben steht und wir hier unten sitzen würden. Warum ist das so? „Why do we care about this crazy show?“ Dann erzählt er eine Geschichte. Kurz nach den Ereignissen am 11. September sei er damals mit dem Zug nach Hause gefahren, zu seinen Eltern. Ihm gegenüber saß ein älterer Mann, um die 75 Jahre, von dem sich herausstellte, daß er einst für die Kennedys gearbeitet hatte, als PR Mann, und nun wohl auch noch immer im Weißen Haus. Jedenfalls fuhren sie schon eine Weile im Zug, und der Mann sah Ben die ganze Zeit über immer wieder recht merkwürdig an. Nach zwei Stunden kam ihm offensichtlich in den Sinn, das auszusprechen, was ihn beschäftigte. Sein Arm streckte sich Ben entgegen und er sagte: „Farscape!“ Sobald Ben bestätigte, fing sein Gegenüber, Gus, an aufzublühen. „Oh my God, that show rocks.“ Eine Flut von Fragen schüttete sich über Ben aus. Wie, wann, warum und überhaupt. Das Ganze zog sich über weitere zwei Stunden hin. „About the girls.“ Kein Wort über Ben’s Charakter, jedenfalls kaum. Wenn man mal darüber nachdenkt, was für Leute Farscape schauen, dann muß man schon zu einem Schluß kommen. Um es mit Ben’s Worten zu sagen: „There must be something which is vaguely intelligent.“ Ein anderes Beispiel war über jemanden in Australien, der am MIT studiert hatte, und der genauso begeistert und hingerissen war. Ben meint, Amerika an sich hat keine gemeinsame Mythologie. Da leben Unmengen verschiedener Rassen zusammen, bunt durcheinander gewürfelt. Aber sie haben nicht unbedingt einen gemeinsamen Ausgangspunkt. In Farscape würde man aufzeigen, wie verschiedene Mythologien nebeneinander existieren und überleben können. Es erklärt das Wie und Warum. Jeder der Charaktere ist verschieden auf seine Art und trägt etwas zum Gesamtbild bei, sogar Scorpius. Farcape is about „creating a family in a fractured world.“ Mit diesen Beispielen, denke ich, will Ben uns sagen, wieso er da steht, wo er steht, und wir dort sitzen, wo wir sitzen. Wir erkennen diese Familie an, wir verstehen die Zusammenhänge dahinter. Der einzige Unterschied ist, daß Ben alias John Chrichton auf der einen Seite des Bildschirms ist, und wir auf der anderen. Und heute sind wir noch nicht mal das. An dieser Stelle erklärt sich Ben bereit, seine Sonntagspredigt, wie er es spaßeshalber nennt, zu beendigen und begleitet seine Abschlußworte mit Zhaan-Gesten. Dann applaudiert er uns. Nun zum gemütlichen Teil. Fragen und Antworten. Ben ruft dazu auf, aber nicht ohne zu bekräftigen, daß er um Fragen bittet, die nicht irgendwo, irgendwann oder irgendwie schon bereits beantwortet worden sind. Als der erste Fan ans Mikro tritt, zeigt sich endlich Ben’s wahres Gesicht. Der erste Teil des oben erwähnten Zitats tritt ins Rampenlicht. „ . . . mischievous cheek of a naughty schoolboy . . .“ Da ist definitiv was dran. Mit einem spitzbübischen Lächeln deutet er auf den verdutzten Fan und erklärt, zuerst würde er eine Frage stellen und nur, wenn sie zu seiner Zufriedenheit beantwortet wird, darf der Fan seine eigene loswerden. Wir alle im Publikum lachen händereibend mit, während dem armen Fan vorne der Angstschweiß läuft. Aber die Frage ist einfach. Was ist deine Lieblingsfolge und warum? Der Fan (wohlgemerkt ein weiblicher) kontert gescheit. „The Pilot cause it established everything and you were just gorgeous in it.“ Ben wiegt kurz abschätzend mit dem Kopf und nickt dann ins Auditorium. „And that is the correct answer!“ Wieder lauthalse Erheiterung im ganzen Saal. Ben soll sagen, was sein liebster Chrichtonismus ist. Das ist schon recht schwer, bei der immensen Auswahl. Wir kriegen schließlich einen Satz im reinsten Klingonisch zu hören, und zwar denselben wie in Chrichton Kicks, und die Bedeutung ist etwa „Get the hell outta here.“ Der nächste Fan tritt näher. Für einen kurzen Moment glauben wir alle, daß Ben sich etwas zurücknimmt und wieder ein anständiger Gentleman wird, aber da liegen wir vollkommen falsch. Er ist im Moment viel zu gut drauf. „My question to YOU . . . who’s your favourite character and why?“ Wieder ein weiblicher Fan und sie erklärt, ihr liebster Charakter wäre er, also John Chrichton, und sie würde besser nicht den Grund dafür nennen. Genau, wir ahnen es schon. „That is the correct answer.“ Ben selbst wird gefragt, ob Chrichton noch immer Scorpius fühlt. Er denkt eine Weile nach und rauft sich unbewußt die Haare. Ja, würde er. „Ben Browder does.“ Erneutes Gelächter im Saal. Ich fühle mich mittlerweile so pudelwohl wie noch nie. Erst das Frühstück und jetzt dieses Panel. Das ist einfach der Hit. Ben wartet mit weiteren Fragen auf. Wie viele Episoden hast du gesehen und wie oft? Natürlich alle, und das mehrere Male. Auf wie vielen Conventions warst du schon und welche hat dir am besten gefallen? Das ist die vierte und natürlich die Beste. Und natürlich sind das immer alles die korrekten Antworten. Ben resümiert kurz etwas über das Geschichten erzählen. Das ist ein Grund, warum er schreibt und warum er Schauspieler ist. Überall würde es nur um die story gehen. Manchmal wäre es seine, manchmal die von DK, manchmal die von Shakespeare. Wieder bekräftigt Ben, wie sehr er seinen Job liebt, und daß wir ihm helfen, ihn zu behalten. Der heutige Tag sei einfach großartig, weil er wohl mehr als sonst daran erinnert wird. Die nächste Frage an den nächsten Fan. Was ist deine Lieblingsseason und warum? Antwort: Season Zwei, weil das die Phase des langsamen Verrücktwerdens ist. Das Thema schwenkt zu A Constellation Of Doubt und dem Deal, den John Chrichton Scorpius anbietet. Wie weit wäre Chrichton gegangen, um Aeryn zu retten? Ben meint, dies ist mehr eine ethische Frage. Chrichton wäre sicher zu einer bestimmten Zeit bereit gewesen, alles für Aeryn’s Sicherheit zu tun. Aber man kann den Rest der Welt nicht ganz ignorieren. Da sind immerhin noch eine Menge anderer Leute, die auch zählen. John hat im Prinzip nur aus dem Bauch heraus gehandelt, gehofft, daß er Aeryn retten kann, und daß sich alles andere irgendwie schon regeln wird. Die Szene, die DK da geschrieben hat, ist enorm wichtig und mächtig. Eines der guten Dinge an Farscape ist, daß es erlaubt wird, gewisse Fragestellungen und Themen anzusprechen, die sonst mehr tabu sind. Diese Szene war so ein Moment. Die nächste Frage kommt vom Podest, und Ben wird hinterhältiger. Ein schalkhaftes lautes Lachen begleitet seine Worte. Was ist der Unterschied zwischen amerikanischen und australischen Schauspielern? Ich wüßte zu gern, was die Antwort darauf ist, leider verstehe ich sie nicht. Aber es war offenbar wieder korrekt. Ben redet kurz über Francesca. Er hätte sie schon auf der Bühne gesehen, bevor er sie kannte. Da hatte sie ihn einfach umgehauen, so gut war sie. Und sie hat eine Art, die ihn schon irgendwie das Fürchten lehrt. „She does scare me.“ Wieder eine Frage, deren Antwort bei mir leider nicht ankommt. Wie, denkst du, ist es mit puppets zusammenzuarbeiten? Beim nächsten Thema wird mir Ben noch sympathischer, sofern das überhaupt noch geht. Er wird gefragt, ob er Lampenfieber hat. Absolut, ja! Als er bei der Convention vor vier Jahren auf diese Bühne gekommen war, ich glaube sogar als Erster überhaupt, da hatte er überaus panische Angst gehabt, weil er nicht gewußt hatte, worüber er überhaupt reden sollte. Jedes Mal, wenn er auf eine Bühne geht, wird er nervös. Genauso, gesteht er, ist er nervös, wenn irgend etwas, an dem er mitgewirkt hat, zum ersten Mal ausgestrahlt wird. Dann verkriecht er sich in eine Ecke, versteckt sich, und glaubt selbst nicht, was er da eigentlich fabriziert hat. Aber er würde niemals etwas aus Angst heraus tun. Ich frage mich an dieser Stelle, ob denn Ben in diesem Moment gerade auch Lampenfieber hat. Es ist, als würde er meine Frage telepathisch aufgreifen. „Today I’m too tired to be petrified.“ Das bestätigt mir meine frühere Beobachtung. Er ist extrem müde, aber er wandelt diesen Zustand in etwas Gutes um, und in sein aktuelles Lausbubengehabe. Schon hat er die nächste Fragenattacke losgelassen. „How difficult is it to wear prosthetics?“ Die Antwort kommt rettenderweise aus dem Publikum und erklärt, das käme darauf an, wo diese getragen würde. Richtig und korrekt. Wir schwenken um zu John Quixote. Viele der Dinge darin kamen aus Ben’s Kopf. Die Szene, wo sich Chrichton vom Balkon stürzt, um das Spiel neu zu starten. Als schon alles abgedreht war, fiel Ben auf, daß es eine ähnliche Szene in einem anderen Film bereits gibt. Man kann aber schlecht sämtliches Filmmaterial kennen, und da kommt es eben ungewollt zu Parallelen. Das sieht dann manchmal nach Kopie aus, wie es Ben in diesem Fall auch erst dachte, läßt sich aber nicht ändern. Ein weiteres Thema ist stock car racing. Ganz egal, wo diese stattfinden, es sind irgendwie immer dieselben Leute da. Ob das Rennen nun in New York oder Kalifornien ist, dieselben Gesichter. Als ob alle von einem Ort zum nächsten trampen, mitsamt ihrer Habe. Ben witzelt darüber und ständig kommt lautes Gelächter aus seinem Mund. Heute ist er wirklich zu Scherzen aufgelegt, hält uns zum Narren und nimmt sich einfach die Zeit, obwohl er schon ab und zu auf seine Uhr guckt und uns darüber im Laufenden hält, wieviel Minuten noch übrig sind. Ein nächster Fan hat eine Frage zu Fractures. Als sich die beiden Johns gegenübersitzen und Talyn-John sagt: „Look at me, now you look at yourself.“ Wieso hätte er das so gesagt? Gibt es da einen versteckten Sinn? Ben geht kurz in sich, und versucht wohl die Szene abzurufen. Dann dreht er sich zu uns im Auditorium und fragt lieber vorsichtshalber nach, bevor er sich dazu äußert: „Do you guys remember it?“ Eine Flut von Stimmen, die sich nahezu entrüstet ob dieser Frage zu einem einzigen Fluß vereint, schwallt ihm entgegen. „YEAH!“ Wie kann er unterstellen, wir würden uns eventuell nicht erinnern? Ben zuckt kurz zusammen, denn unsere stürmische Antwort kommt prompt und wie aus einem Kollektiv. Dann eine spontane Reaktion von ihm, ein beeindrucktes Nicken und ein: „AND THAT IS THE CORRECT ANSWER!“ Die Antwort zu Fractures lautet übrigens, daß diese Szene dazu diente, dem Publikum und irgendwie auch Aeryn (die ja heimlich zuschaut) begreiflich zu machen, daß es sich am Ende noch immer um dieselbe Person handelt. Egal, ob sie nun die letzte Zeit auf Talyn oder Moya verbracht haben, sie sind beide John, sie lieben beide dieselben Dinge und ihr Leben dreht sich um dasselbe Zentrum. Und damit sind die letzten Minuten verronnen. Wenn sich Ben jetzt nicht sputet, fliegt ihm sein Flugzeug davon. Er bedankt sich bei uns und meint, er hoffe seine Frau und er können im nächsten Jahr wiederkommen und dann gibt es hoffentlich einige andere, neue Dinge, über die es sich zu reden lohnt. Er wirft uns allen eine übergroße Kußhand zu und weg ist er. Puh, jetzt muß ich erstmal mein Leben sortieren. Es wird ein kleines Weilchen dauern, bis der nächste Gast auf die Bühne kommt. Zwischendurch ist ein Meet & Greet angesetzt, mit David Franklin und Paul Goddard, ebenfalls im Auditorium. Also bleibe ich sitzen und hole meinen Zettelkram heraus, um Notizen zu machen. Über das Frühstück. Da hat sich in meinem Kopf eine Menge angesammelt, und bevor das nicht irgendwo zumindest stichpunktartig steht, bekomme ich keine Klarheit in meine Gedanken. Während ich so am Notieren bin, werden die Paul und David angesagt, kommen zwanglos auf die Bühne geschlendert und lassen sich dann beinebaumelnd am Rand nieder. Einige Fans strömen nach vorn und umringen die beiden. Es läuft alles ruhig und diszipliniert ab. Ich bleibe absichtlich auf meinem Platz. Ich stehe zu sehr neben mir im Moment. Es fühlt sich noch immer alles wie ein Traum an, irgendwie kann man gar nicht richtig begreifen, wo man ist, was man gemacht hat, welche Leute um einen herum sind. Von weitem lasse ich ab und zu einen Blick nach vorne schweifen, weil es einfach schön anzusehen ist, wie Cast und Fans miteinander verschmelzen. Dann schreibe ich weiter, versuche meine Konfusion loszuwerden. Wahrscheinlich sieht man mir meine inneren Emotionen an, zumindest tut das Virgo, die vorbeikommt und fragt, ob alles in Ordnung ist und ich eine schöne Zeit habe. Ich nicke dankend. Glücklicherweise schaffe ich es, alles niederzuschreiben, bevor die Lichter ausgehen und drei weitere Videos gezeigt werden. Drei mehr allgemeine Videos über Farscape, eines sogar mit Bildern von Conventions. Dann der nächste Gast. Es ist Francesca Buller. Natürlich wieder Standing Ovations, denn Francesca ist ja auch eine richtige Perle. Sie trägt keine Schuhe und läuft barfuß über den Bühnenboden. Zu einem späteren Kommentar eines Fans sagt sie: „I like to stay grounded.“ Gleich zu Beginn läßt Francesca ein paar Worte fallen, die uns wieder Anreiz zum Spekulieren und Losjubeln lassen. Man hätte sie angerufen und gefragt, ob Winona griffbereit wäre. So wie das aussieht, hatte Ben die geliebte Pulse Pistol mit nach Hause genommen, und nun würde man sie gern zurückhaben wollen. Aus nicht näher genannten Gründen. Zu Ahkna’s Kostümwahl, da war David Elsey mit Francesca zum House of Fetish gegangen, um die geeignete Kleidung auszusuchen. Der Hut gefiel ihr ganz besonders. „Hat was great, or what?“ Wir bestätigen applaudierend. Der erste Fan, der ans Mikrofon vorne tritt, amüsiert Fran mit seiner Frage. Ob sie vorhätte, in der Zukunft auf Rollen hinzuarbeiten, so daß man eines Tages von Ben nur noch als Mr. Buller spricht. Hätte sie denn nach Australien überhaupt schon wieder in was mitgespielt. Sie meint nein, das hat sie nicht. Dann erzählt Fran, jetzt wo Ben auf dem Weg nach Texas ist, kann sie es ja sagen. Sie ist ein absoluter Fan von John Chrichton, er ist so eine Art Traummann. Ben Browder ist jemand anderes, mit ihm lebt sie zusammen, er ist derjenige, der die Glühbirnen auswechselt. Wenn er weg ist, dann legt sie manchmal ein Farscapetape ein und sieht ihn sich an. Denn sie vermißt ihn natürlich, und auf diese Weise hat sie auch was von ihm. Der ganze Saal ist total gerührt. „Awwwwww!“ kommt es aus aller Münder. Jemand will wissen, wie sie es aufgenommen hat, daß Ben im Vordergrund stand bei Farscape. Sie sagt, diesmal war einfach seine Zeit gekommen, es war sein Ding, sein Verdienst und sie wollte ihm das zugestehen, weil er einfach großartig ist. Und es hätte ihr einfach Spaß gemacht, mit ihm zusammen zu drehen. An dieser Stelle wendet sich Fran an uns alle und bedankt sich für die vielen Geschenke. Am Vortag sei Ben nach Hause gekommen und hätte unzählige Präsente mitgebracht. Jeden Brief, jede Nachricht, jede Kleinigkeit würden sie ungemein schätzen, und das will sie einfach mal klarmachen. Die vier verschiedenen Charaktere zu spielen, war großartig gewesen. Der Spaß daran ist, jeden verschieden darzustellen. Das ist das Ziel. Nebenbei hat sie auch eine Menge voicework gemacht. Mit Anth zusammenzuarbeiten ist ein Traum. Raxil hatte ihr sowieso gefallen und sie hatte gehofft, daß dieser Charakter irgendwie zurückkommen würde. War es schwer gewesen, nach Sydney umzuziehen? Ja, absolut. Es ist immer schwer, in eine andere Stadt zu gehen. Aber die Landschaft in Australien ist einfach fantastisch. Nachdem Farscape zu Ende war, ging es wieder zurück in die Staaten und das war eine anstrengende Zeit gewesen, weil sich vor allem die Kinder an den Wechsel gewöhnen mußten. Wieder eine Frage zu ihr und Ben. Wie hätte sie ihn kennengelernt? Fran blüht auf, jedes Mal, wenn es um Ben geht. Sie hätte sich innerhalb von vierundzwanzig Stunden in ihn verliebt. Die Schwierigkeit war nur, daß sie drei ältere Brüder hat, die natürlich jeden immer genau abgecheckt hätten. So auch Ben, aber offensichtlich verstanden sie und er sich auf Anhieb, so daß sie nichts an ihm auszusetzen hatten. Zum Einfluß auf die Schauspielerei sagt Fran, daß ein Teil von ihrer Mutter kam, die auch Künstlerin war. Andere Leute, von denen sie etwas mitgenommen hat, waren Judy Dench und Cate Blanchett. Die Actionszenen beziehungsweise die Streitereien (ich denke mal zwischen John, D’Argo und Raxil) waren DK’s Idee gewesen. Der Grund ist ganz witzig, denn an einem der Drehtage hatten Fran und Ben einen kleinen Disput, keine Ahnung wie das abgelaufen war, aber DK bekam davon Wind. Anstatt irgendwie zu schlichten, setzte er sich einfach hin und sah zu. Ich schätze mal, auf diese Weise sammelt ein Autor den Großteil seines Ideenmaterials, oder? Die Begeisterung von Fran für Farscape und allem drum herum ist spürbar und sie will uns wohl daran teilhaben lassen. „How do you guys feel about probably going back?“ Na, das ist ja eine Frage. Der Saal stampft und johlt und klatscht, was das Zeug hält. Dann äußert sie sich zum sogenannten Black Friday, dem Tag der Cancellation. Es war einfach herzzerbrechend gewesen. Ben hatte sie angerufen, um ihr zu sagen, daß er auf CNN zu sehen sein würde. So wie alle anderen, war auch sie an diesem Tag wie durch den Wind gedreht gewesen. Ihr wurde gesagt, nach Hause zurück zu gehen. Sie dachte nur: welches Zuhause? Das hier ist mein Zuhause. Wir hören mehr über Scratch’n Sniff. Raxil war einfach urkomisch gewesen. Wir kriegen auf Anfrage eine kleine Probe des Dialektes zu hören. Wie gesagt, war es großartig, mit Ben zu drehen. Er kennt seinen Charakter so gut. Auf dem Set ist er John Chrichton, nicht Ben Browder. Und er muß da einfach respektiert werden. Ein Beispiel war die Szene, wo sich John und Raxil in der Bar unterhalten und Chrichton redet, während er am Strohhalm zieht und seinen Drink schlürft. In der Probe fragte Fran, ob Ben das wirklich so machen will, und er zog weiter am Strohhalm und meinte nur „Ja, klar.“ Und offensichtlich teilt Francesca mit uns eine weitere Vorliebe, denn sie sieht uns wieder an und fragt doch tatsächlich: „Don’t you miss those trousers? I miss that.“ Ob wir was vermissen würden? Diese schwarzen, engen Lederhosen? Uh, jaaaaaaa . . . Okay, nächster Punkt. Ein ernsteres Thema wird aufgebracht. Wenn es manchmal schlechte Zeiten gibt und keine Rollen im Angebot sind, wie schaffen sie es, die Rechnungen zu bezahlen? Fran sagt, die Schauspielerei ist das Einzige, was sie gelernt hat. Aber sie möchte auch gar nichts anderes machen. Sie beide hatten eine Menge Glück gehabt, aber es gab auch Jahre, wo es wirklich schwierig war. Ben hatte mal für einen Zeitraum von fast zwei Jahren keinen Job gehabt. Man muß einfach immer am Ball bleiben, weitermachen, und eben sparen, wo man nur kann. Wenn man die Leidenschaft für diese Arbeit hat, dann schafft man es eben. Nebenbei schreibt Ben auch, und sie selbst hat auch damit angefangen. Fran meint, sie würde sich gern nach mehr Arbeit umzuschauen, damit sie uns mehr von sich zeigen kann. Aber es ist eben schwierig. Sie wird bald vierzig und Hollywood behandelt alle, die über fünfundzwanzig sind, schlecht. Außerdem ist da ihre Familie. Ben ist immer unterwegs, immer bemüht, irgendwo Arbeit zu haben. Sie selbst möchte aber nicht ohne die Kinder sein. Im Augenblick ist sie erstmal froh mit dem, was sie hat. Zum Abschluß noch einige Gedanken zu Cast und Crew von Farscape. Jeder tat das, was er tat, mit Hingabe. Es galt, das Beste hervorzubringen und stets nach mehr zu streben. All dies traf dabei immer und auf jeden Einzelnen zu. Und damit ist Francesca’s Panel vorbei, sie verabschiedet sich von uns und wir geben ihr den ihr zustehenden Applaus. Gleich danach ist die Autogrammstunde mit Francesca angesetzt. Was bedeutet, daß wieder lange Wartezeiten anstehen. Zeitgleich beginnt jedoch ein weiteres Panel, in dem es über Fanfiction geht. Auf der Bühne erscheinen Aerynchrichton, Cofax, Shrift und USCB Dad. Im Allgemeinen geht es um den Einfluß von Fanfiction, den legalen Status und wo man die besten Sachen lesen kann. Jeder erzählt kurz, wie er zum Schreiben gekommen ist und warum er schreibt. Sehr interessant wieder, Ricky Manning sitzt noch immer in einer der vorderen Reihen und ich sehe ihn sogar Fotos von den Fans auf der Bühne machen. Jemand der vier vorn erzählt, Fanfiction reizt den Appetit für mehr an. Gerade in Zeiten, wo eben eine Serie gecancelled ist, regt jede neue story zu neuen Fantasien an. Übrigens gibt es selbst hier eine Q and A, und Ricky ist tatsächlich der erste am Mikrofon. Er sagt, er hätte eine Menge Fragen. „First, can I get a hug and second . . .“ Man sollte aufpassen, nach was man fragt. Der ersten Bitte wird sofort entsprochen und Cofax rennt schnurstracks von der Bühne auf ihn zu. Er macht sogar ein Foto davon, wie sie auf ihn zustürmt. Nach der Umarmung geht es weiter. Fanfiction sei nun mal ein Graugebiet, da ja eigentlich Farscape ein Trademark von Henson ist. Um ehrlich zu sein, ab hier kriege ich nicht mehr viel mit, da ich mich an die Autogrammschlange anstelle. Länger dauert das Panel auch nicht, allerdings wird danach eingeladen, im Fanfictionraum zusammen mit anderen Fans eine eigene kurze Geschichte zu schreiben. Ich glaube, besonders viele melden sich nicht dazu, aber der Großteil der Fans wartet ja auch noch immer geduldig auf die Unterschrift von Fran. Während ich weiter vorrücke, fängt schon die nächste Veranstaltung an. Der Kostümwettbewerb. Da haben sich einige mächtig ins Zeug gelegt. Ich sehe eine Zhaan mit tatsächlich rasiertem Kopf. Eine weitere Delvianerin, die etwa so wie die Delvianer in Rhapsody In Blue aussieht. Weiterhin laufen Unmengen von Chrichtons herum, aus so ziemlich jeder Season, mit IASA Uniform, in Khaki oder in Leder. Aeryns sind auch vertreten, des weiteren eine blinde Nebari mitsamt DRD als Führhund. Die Prinzessin aus John Quixote darf nicht vergessen werden, auch nicht Furlow (die nur mit Schubhilfe auf die Bühne gelangt) oder Volmae und einer der Arbeiter aus Thanks God It’s Friday Again. Dummerweise bin ich mittlerweile so weit vorgerückt, daß ich die Bühne nur noch schräg von der Seite sehe und die einzelnen Kostüme nicht wirklich betrachten kann. Wer gewinnt, kriege ich erst später mit. Das ist die zierliche Person, die sich extra die Kopfhaare entfernt hat, um wie Zhaan auszusehen. Sieht aber auch wirklich beeindruckend aus. Naja, konzentrieren wir uns mal auf das Autogramm. Das Script ist schon lange wieder in meiner Hand und ich rücke in den engeren Bereich vor, wo schon mal ein Blick auf unsere Tickets geworfen wird. Und was passiert? Mir wird schon wieder gesagt, ich bräuchte doch dieses spezielle Ticket, das hätte doch jeder. Ein weiteres Mal erkläre ich, daß ich keines hätte und man mir versichert hätte, daß ich nur mein Preferred Seating Dingsda vorweisen muß. Schließlich werde ich doch weitergelassen, mittlerweile kurz vor einem inneren Schreikrampf stehend. Nur noch wenige vor mir. Hoffentlich geht alles glatt über die Bühne. Neben Fran sitzt eine Creation-Mitarbeiterin, so wie sonst auch. Und sie sammelt Tickets ein. Oh, nein! Es kommt, wie es kommen muß. Als ich mein andersaussehendes Ticket vorzeige, geht die Diskussion erneut los. An sich bin ich es ja nun schon fast gewöhnt, ich könnte mir ein Schild umhängen, wo die Sätze draufstehen, die ich immer wieder sagen muß. Aber was mich wurmt und warum ich am liebsten im Boden versinken möchte ist, daß Francesca daneben einen Teil davon mitkriegt, denn sie sieht zwischen den Autogrammen zu uns herüber. Ich möchte fast die Unterhaltung mit der Frau vor mir abbrechen und lieber Fran erklären, was es alles damit auf sich hat. Schließlich wird nach Rückfragen mit anderen Mitarbeitern mein Ticket akzeptiert und nahezu auch noch eingesammelt, aber ich erkläre, daß ich das noch für Gigi brauche. Mein Script wird Francesca vorgelegt und sie signiert es, dankt mir nochmals fürs Kommen und ich bin entlassen. Etwas grummelig bin ich jetzt schon, sage mir dann aber, der Tag ist zu schön, um sich über was zu ärgern. Ich hoffe nur, Francesca erinnert sich nicht daran. Und Creation leistet ansonsten so gute Arbeit, da ist der Patzer mit den Autogrammtickets wirklich zu gering. Also, vergeben und vergessen. Weiter mit dem Programm. Zurück auf meinem Platz warte ich, bis das nächste Panel beginnt. Zwei Stühle weiter sitzt ein weiblicher Fan und fragt mich, woher ich komme. Wir unterhalten uns kurz. Ihren Namen kriege ich nicht mit, aber das ist momentan auch nicht unbedingt das Wichtigste. Nachdem ich Deutschland erwähne, fragt sie mich doch tatsächlich, ob meine Familie denkt, daß ich verrückt wäre. Naja, ganz abwegig ist es nicht gerade. Wir kennen ja alle das Gefühl, wenn wir anfangen von Science-fiction und so zu reden, daß uns eine Menge Leute schiefe Blicke zuwerfen. Ich bin auch schon als Freak bezeichnet worden, allerdings denke ich, war das eher scherzhafter Natur. Nein, sie denken nicht wirklich, daß ich verrückt bin, zumindest sagen sie es mir dann nicht. Sie interessieren sich sogar zumindest ein wenig dafür, auch wenn sie es vermutlich nicht verstehen. Meine Schwester übrigens (die jetzt gerade irgendwo im Zoo herumstreunert) kann mich gar nicht für verrückt halten, es sei denn, sie ist es selber. Ich meine, ich fahre nach Burbank, weil ich Farscape vergöttere. Sie fährt nach Burbank, weil ihre Schwester ihr von einer Science-fiction Show erzählt hat und sie jetzt mal sehen will, was es damit auf sich hat. Ein großes Dankeschön dafür, daß es solche Schwestern gibt! Unser nächster Gast hat keine der Hauptrollen inne. Dennoch bekommt sie einen riesigen Applaus, sogar hier stehen alle auf. Ich rede von Bianca Chiminello. Sie ist so gerührt von dem Empfang, daß sie beinah nochmals rausgeht und einen weiteren Beifall haben will. Für die, die jetzt vielleicht mit Bianca’s Namen nicht viel anfangen können: sie spielte in der Princess-Trilogie die Jenavian, Verlobte von Clavor und eigentlich Peacekeeper Disruptor. Bianca wird gleich scherzhaft gefragt, ob hinter der Bühne ein entsprechendes Gespräch stattgefunden hätte, jetzt wo Fran da wäre und so weiter. Sie wüßte schon, was gemeint ist. Zuerst ist Bianca leicht verdutzt, geht dann aber mit dem Thema mit. „No, I’m not the other woman. I’m an actress.“ Aber sie hätte Fran getroffen und findet, daß sie enorm viel Stärke hat. Für Farscape zu drehen war sehr aufregend gewesen, der Dreh bei „Lost World“ aber genauso. Farscape ist schon herausragend, weil es ihr erster Job als Schauspielerin überhaupt gewesen war. Das Set war gigantisch und die ersten fünfzig Minuten mußte sich Bianca selbst davon überzeugen, daß sie ein Mensch ist. Sie ist äußerst dankbar darüber, daß ihre Rolle als Jena bei uns ankam und wir uns mit ihr verbunden fühlen. Die Komplimente bedeuten ihr wirklich viel, aber sie gibt auch ehrlich zu, daß sie damals total unerfahren und grün gewesen war. Alles, was sie da getan hatte, war eine Lernerfahrung gewesen. Zum Beispiel lernte sie den Unterschied zwischen A- und B-Kamera. Auf die Frage, wie sie mit Cast und Crew auskam, meint Bianca, sie würde auf jedem Set schnell gute Beziehungen aufbauen. Zu schauspielern war ein Lebenstraum für Bianca gewesen, seit sie sechs Jahre alt war. Sie hat sich schon damals gern Filme mit Frauen angesehen, die sie einfach vergötterte. Marlene Dietrich, Katherine Hepburn, Judy Garland im Zauberer von Oz. Als sie klein war, da kamen viele dieser Filme am Sonntag, und dann wurde immer geguckt. Und wieder betont Bianca, daß sie sich geehrt fühlt, irgendwie zu diesem wunderbaren Phänomen Farscape dazuzugehören. Ihr Charakter gefiel ihr sehr, besonders diese doppeldeutige Seele. Um mal ein Wort zu Bianca zu sagen: sie wirkt sehr sympathisch und selbstbewußt. Ganz locker sitzt sie da auf dem Stuhl, hört jedem Fan aufmerksam zu und beantwortet geduldig jede Frage. Daß sie ein Model war, sieht man sofort. Aber ich denke, sie ist auch stolz, mehr aus sich herauszuholen, zum einen eben mit der Schauspielerei. Auf der Bühne stand Bianca schon als Kind. Sie hat getanzt, wurde dann aber schlicht und einfach zu groß dafür. Also ging sie zur Mode über, machte das einige Jahre und endete auf diese Weise mit fünfzehn Jahren in New York. Bald vermißte sie aber das vor der Kamera stehen und besuchte eine Drama Schule. Zur Szene im Wasser mit John Chrichton. Eigentlich war dieser Bereich ein Haifütterungsplatz. Man mußte wirklich beten, daß da keine Haie näher kamen. Deshalb standen auch mehrere Stuntmen im Wasser, um für alle Fälle da zu sein. Die nächste Fragestellerin hakt nach, wie lange und wie oft diese spezielle Szene denn stattgefunden hätte. Bianca setzt ein paar Mal zur Antwort an und meint dann aber schließlich: „Next question?“ Damals hatte Bianca sich übrigens für den Part der Katralla beworben. Andrew Prowse führte durch das Vorsprechen, und er starrte sie ab und zu überlegend an. Jedenfalls bekam sie diese Rolle nicht, wurde aber gebeten, eine Woche später nochmals wiederzukommen und das war es dann. Und schon ist Bianca’s Zeit herum. Sie hat ein Talent dafür, die Leute zu unterhalten. Sie signiert noch schnell die Banner und verschwindet schließlich. Das bedeutet, es gibt nur noch einen letzten Gast für diese Convention. Jemanden, den wir gestern schon gesehen haben, ebenfalls heute beim Frühstück, und mit der ich ein gemeinsames Foto habe. GIGI! Sie wird auch von einem Video angekündigt, was verständlicherweise eines über Chiana ist. Wenn jemand sagt (und das hat jemand), daß Gigi’s Energie in Flaschen abgefüllt und verteilt werden sollte, dann hat dieser jemand absolut recht. Sie kommt jedenfalls auf die Bühne gesprungen, hopst und kichert unentwegt und versprüht die ultimative Lebensfreude. An ihrem linken Oberarm trägt sie ein Abzeichen, welches wie ein Tattoo aussieht und auf dem Farscape steht. Gigi erzählt, sie hat nach Farscape einige Sachen gedreht, darunter „The Secret Life Of Us“, wo sie einen Charakter namens George spielt. In einer Folge rappt George, und Gigi mußte dafür ein wenig üben. Jedenfalls will sie uns diesen Rap nicht vorenthalten und rockt erstmal die Bühne ab. Es ist ein witziger, kurzer Rap mit einigen Einlagen, die uns grinsen lassen. In der Q&A wird auch Gigi nach Neuigkeiten gefragt, in Bezug auf Farscape’s Zukunft. Gigi schweigt sich aus. „Only time will tell.“ Ja, wenn man nur nicht so ungeduldig wäre. Das heißt, eigentlich waren wir eher geduldig, wenn man bedenkt, wie lange es her ist, seit . . . Oh, ich schweife ab. Zurück zu Gigi. Vor einer Weile hat sie in einem Film namens „Black Jack“ mitgespielt, der jetzt wieder aufgegriffen wird. Es gibt wohl drei weitere Fortsetzungen davon. Ein weiteres Projekt, mit dem sich Gigi beschäftigt, ist das Singen. Ihr vor kurzem fertiggestelltes Lied heißt „Poison“. Sie ist ganz zufrieden damit, hatte nächtelang daran gearbeitet, hier und da was verändert. Es ist ein Liebeslied über Dualitäten. Gigi erzählt eine ganze Weile über diesen Song und merkt gar nicht, wie die Zeit vergeht. Letztendlich schneidet sie sich selbst das Wort ab. „Shut up, Gig!“ Ein nächster Fan bringt zwei dieser Bänder mit, wie man sie früher im Schulunterricht hatte und damit irgendeine Choreographie aufbauen mußte (entweder das oder mit Keulen, Reifen oder sonstigem Zeug). Gigi wird gebeten, damit etwas vorzuführen, wozu sie sich nicht lange überreden läßt. Sie zeigt ein paar Kombinationen aus dem Stegreif, beidhändig und biegt dabei auch noch ihren Rücken nach hinten, so daß sie alles praktisch über Kopf macht. So gelenkig möchte ich auch mal sein. Dann erzählt Gigi etwas über ihre kürzlich gemachten Bilder in einem australischen Magazin, wo sie so gut wie nichts an hat. Dazu bemerkt sie, sie hat zwei Schwestern und zwei Brüder. Aufgewachsen sind sie alle auf einer Farm, wo man eben als Kind auch oft halbnackt herumläuft. Deswegen findet sie das nicht unbedingt unangenehm. Ich glaube, sie erwähnt, daß DK sie auf diese Fotos angesprochen hätte und Gigi hätte sich zuerst versprochen. „It’s not art, it’s porn . . . no, it’s not porn, it’s art.“ Ein weiterer Fan bemerkt, Chiana hatte einige Szenen mit Feuer. Wieso war es gerade Chiana? Ricky Manning meldet sich aus dem Publikum und sagt, daß Chiana wahrscheinlich als Einzige keine brennbaren Teile an sich hatte. Angesprochen auf das Thema Musicalepisode Farscape, hätte sie stattgefunden, entscheidet sich Gigi für Blues und jazzy Musik. Weiter zur Szene in Terra Firma, wo Chiana den Bikini trägt. Es hat fünf Stunden gedauert, bis das Make-up fertig gewesen war. Sie hatte so ziemlich den ganzen Tag herumstehen müssen, die Arme weit weg vom Oberkörper. Was würde sie am meisten von Farscape vermissen? Jeden Morgen um drei Uhr aufzustehen, auf jeden Fall die Familie am Set und die Wiedervereinigungen. CGI findet Gigi einfach erstaunlich und sie liebte das revoicen, weil man da immer vor einem riesigen Bildschirm stand. Alles in allem, war sie wirklich gesegnet gewesen in all diesen Jahren und mit all diesen Leuten. Immer wieder zwirbelt Gigi ihre Haare und an ihren Zöpfen. Ihr australischer Dialekt ist übrigens sehr schwer zu verstehen, manchmal habe ich wirklich Schwierigkeiten zu folgen. Aber einiges verstehe ich schon. Gigi erzählt über ihren ersten Tag, an dem sie furchtbar nervös war. Sie hatte das ganze Make-up und Kostüm angelegt bekommen, aber als ihre Szene kommen sollte, ging es nicht, weil etwas mit dem Set nicht Ordnung war. Und es war Freitag, also sagte man ihr, sie solle am Montag wiederkommen. Ein Fan sagt, in John Quixote, bei der Szene, in der Chiana Rygel erledigt, wäre ihm ein Seil aufgefallen. Gigi hat keine Ahnung, wovon er redet (ich auch nicht). „Man, I think you’re gonna get off the drugs.“ Der Saal lacht sich aus. Aber der Fan ist beharrlich und erklärt weiter. Schließlich kommen beide darauf, daß er etwas von der Requisite oder so gesehen haben muß, das noch irgendwie an Chiana hängengeblieben sein muß. Tja, hab noch immer keine Ahnung, was er meint. Ist vielleicht ein guter Grund, um die Folge nochmal in den Player zu werfen? Wir schwenken um zu Through The Looking Glass, als Chrichton die schreiende Chiana auf seiner Schulter umherträgt. War das Schreien anstrengend gewesen? Naja, meint Gigi, wir sollten lieber fragen, wie Ben die heftigen Kopfschmerzen wieder losgeworden sei. Die Szene wurde nur einmal gedreht, da sich beide einfach ins Zeug gelegt hatten. Gigi kommentiert ihre Arbeit mit dem Darsteller vom jungen Chrichton in Kansas. Er war sehr geduldig gewesen und entgegenkommend und sowieso erstaunlich. Vor allem bei den etwas persönlicheren Szenen, denn Chiana packt ja ihre Hände so ziemlich an jeden Teil seines Körpers. Sie meinte da nur zu ihm: „Hi, I’m Gigi. I’m gonna do this to you. Doesn’t mean that I like you, I’m just an alien.“ Ein letzter Fan kann noch etwas fragen, denn wir nähern uns dem Ende. Das Thema schweift wieder ab zum Projekt, über das keiner reden darf. Gigi druckst herum, offensichtlich will sie nicht etwas Falsches sagen. Die Frage wird anders formuliert. „Would you welcome to come back? Would you be free?“ Tja, das kann beantwortet werden. Gigi nickt und sagt mit Bestimmung: „Always!“ Damit verschafft sie sich einen grandiosen Abgang. Auf und davon hüpft sie. Okay, einmal tief durchatmen. Ich merke schon seit einer Weile, wie meine Konzentration nachläßt. Was jetzt noch kommt, ist erneutes Anstehen für das Autogramm von Gigi. Ich überlege mir, ob ich mir das noch wirklich antun will, vor allem habe ich absolut keine Lust auf die Ticketdiskussion. Gehen will ich aber auch nicht gleich, deshalb bringe ich nur meine Notizen zu Ende und rücke etwa fünf Reihen vor, zu Catluckey und Nanse. Die beiden müssen auch warten, denn es geht ja nach Reihen und wir sind hier auch nicht gerade in vorderster Front. Catluckey macht sofort einen Sitz für mich frei. Es wird ein Weilchen diskutiert, über dies und das, natürlich über Farscape. Und die Schlange wird und wird nicht kürzer. Wir drei fangen an, uns gegenseitig Nachrichten als Erinnerung zu schreiben. Catluckey macht den Anfang und läßt uns auf eine ihrer Zeichnungen kritzeln. Nachdem wir fertig sind, sieht sie uns mit großen Unschuldsaugen an und sagt: „Und ich?“ Tja, wo soll ich sie unterschreiben lassen? Ach ja, das Script. Wieso sollen da nur die Schauspieler signieren? Catluckey fühlt sich geehrt, wählt aber eine Seite weiter, da wo noch niemand draufsteht. Nanse reicht uns ebenfalls etwas. Dann wieder unterhalten. Und ich werde hundemüde. Um ehrlich zu sein, merke ich das schon eine Weile, aber jetzt schlägt es richtig zu. Die gesamten letzten drei Tage haben ihre Spuren hinterlassen. Man fühlt sich einfach nur geschafft, nicht gestreßt, aber doch irgendwie fertig. Im guten Sinne. Die anderen beiden sind auch müde. Würden wir uns nicht unterhalten, wären wir wohl schon längst eingeschlafen. Ablenkung bringen die Bühnenabbauer. Da werden die Banner heruntergenommen, die Mikros entfernt und Wände abgetragen. Bald ist die Bühne ein einziges Gerippe. Nur das Kabuff abseits, wo Gigi Autogramme gibt, bleibt noch stehen. Nanse faßt es in Worte. „There goes the magic.“ So langsam bewegt sich die Schlange vorwärts. Gary von Creation kommt herum und entschuldigt sich, daß es diesmal so lange dauert. Der Grund ist, daß Gigi mit jedem herumschwatzelt und man will sie da auch nicht hetzen. Inzwischen ist schon mehr als eine Stunde vergangen, aber wir haben natürlich Verständnis. Hey, immerhin ist heute Gigi’s Geburtstag. Da soll sie alles so machen, wie es ihr gefällt. Als schließlich die Reihe von Catluckey und Nanse aufgerufen wird, stehe ich mit auf und entschließe mich zu gehen. Die Sache ist die, daß die Reihennummern überprüft werden und ich deshalb nicht mit den beiden zusammen warten kann. Zweitens ist da immer noch diese Sache mit den Tickets. Und drittens bin ich zu sehr geschafft, um nochmals eine Stunde zu warten, denn darauf läuft es nämlich hinaus. Ich entscheide also, daß ich auf Gigi’s Unterschrift verzichten kann. Was soll’s, im nächsten Jahr komme ich ja schließlich wieder, oder? Es folgt ein kurzer Abschied, Umarmungen, ein Foto, noch mehr Umarmungen, so daß wir die Kontinuität der Schlange unterbrechen und ein letztes Winkewinke. Im Dunkeln gehe ich allein den Weg zurück ins Hotel. Heute mache ich mir keine Gedanken über Überfälle oder sonstiges. Würde mich in diesem Moment jemand überfallen wollen und stände direkt vor mir, ich würde vermutlich an ihm vorbei oder besser, durch ihn hindurch laufen. Ich finde meinen Weg wie in Trance. Die ganzen drei Tage, aber besonders der heutige, ziehen an mir vorbei. That’s it? Wie schnell doch die Zeit vergeht. Wie wenig Details man doch behält. Danke Gott für Notizzettel und Kugelschreiber. Noch immer halb abwesend treffe ich im Hotel ein, wo Andrea bereits auf mich wartet. Wir erzählen uns gegenseitig von unseren Erlebnissen und dann heißt es packen. Was für ein komisches Gefühl. Wo wir bereits beim Danken waren. Danke Gott für Fotopapier, auf dem Beweise für die Realität verewigt sind. Danke dafür, daß mein Koffer groß genug ist, um all meine erstandenen Scripts und T-Shirts unterzubringen. Danke an die Mitarbeiter von Creation, die eine solch bombastische Convention möglich gemacht haben. Danke an die Fans, die mich so warm empfangen haben. Danke an Cast und Crew, and die dreizehn Gesichter, die ich kennenlernen durfte und an die neun Gesichter unter ihnen, denen ich so nah gekommen bin, wie ein Fan nur nah kommen kann. Und last but not least Dank an meine Schwester, daß sie das alles mit mir geteilt hat. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| zurück zu Teil 1 | zurück zu Teil 2 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||